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JOM-Report Oktober 2011

Sehr geehrter JOM-Report-Leser,

lesen Sie in dieser Ausgabe des JOM-Reports, dass sich ganz alltägliche Dinge wie der Einkauf von Lebensmitteln in Zukunft ändern werden und warum bei der derzeit beliebtesten Social Media-Plattform Facebook bald der gesamte Lebenslauf inkludiert ist. Außerdem: wie man auch mit wenig innovativen TV-Konzepten noch neue Rekorde aufstellen kann.

Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihnen
Ihr JOM-Team

Die Tesco Supermarkt-App: Das Einkaufen von Morgen

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Wir alle kennen den alltäglichen Einkauf in überfüllten Supermärkten. Lange Schlangen an den Kassen, die uns immer wieder viel wertvolle Zeit und Nerven rauben.
In Südkorea steht die Bevölkerung in der Rangliste der Arbeitszeit auf Platz 2 in der Welt. Der wöchentliche Lebensmitteleinkauf im Laden ist ein notwendiges Übel. Die Idee: Wenn die Menschen kaum Zeit haben, in den Supermarkt zu gehen, dann kommt der Supermarkt zu ihnen.

Die Supermarktkette Tesco hat erstmals in Korea ein Modell des virtuellen Shops mit QR-Codes umgesetzt.
Anstatt große Ladenflächen mit Personal zu etablieren, wurden in den U-Bahn Stationen der großen Metropolen Leuchtkästen mit Bildern von Ladenregalen aufgestellt. Kunden, die auf dem Heimweg sind, können mit der TESCO-App Produkte in den virtuellen Warenkorb legen.
Die Einkäufe werden den Kunden am Ende des Arbeitstages bequem bis an die Haustür geliefert.

In solchen und künftigen Geschäftsmodellen werden Apps immer wichtiger. „Let the store come to the people“. Durch die Marketingkampagne (→ Video) konnte das Unternehmen Tesco einen Anstieg der online registrierten Mitglieder um 76 Prozent verzeichnen, während die Online-Verkäufe um ganze 130 Prozent gesteigert werden konnten.
Dieses Beispiel zeigt neben Mobil-Shopping noch einen weiteren Trend auf: eFood. E-Commerce Geschäftsmodelle fassen nun auch mehr und mehr im Bereich Lebensmittel bzw. LEH Fuß. Lesen Sie hierzu auch den Artikel zur "JOM eFood-Studie" in diesem JOM-Report.

Facebook-Timeline: Der Online-Lebenslauf für Marken und Personen

Nachdem Facebook-Chef Mark Zuckerberg kürzlich auf der Entwicklerkonferenz f8 ein grundlegendes Redesign der Profilseiten im Sozialen Netzwerk vorgestellt hatte, ist die Netzgemeinde uneinig in der Bewertung dieses neuen Page-Konzepts. Sprechen die einen kritisch von einer „neuen Dimension der selbstverschuldeten Fremdüberwachung“ und „transparenter Selbstentblößung von der Wiege bis zur Bahre“, so loben andere das „funktionelle Design“ und die „innovative Seitenoptimierung, um besser gleichtickende Personen kennenzulernen“.

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War es vielen Mitgliedern auf Facebook zu unübersichtlich in den Nachrichten-Funktionen geworden, reagiert das soziale Netzwerk nun und will den Nachrichtenstrom besser filtern – und trotzdem noch wesentlich mehr Informationen von Freunden anzeigen. Relevant ist, womit mehr interagiert wird. Neu ist, dass innerhalb der Profile die derzeitige Pinnwand durch eine Timeline abgelöst wird, in der sich Inhalte ein- oder zweispaltig anzeigen lassen. Über der eigentlichen Zeitliste wird nun ein großformatiges, breites Bild eingeblendet, über welches das eigentliche Profilfoto gelegt ist. Die Darstellung ist nach wie vor chronologisch, allerdings können Facebook-Nutzer Inhalte nun nach ihrer persönlichen Wichtigkeit priorisieren.

 

Was ergibt sich daraus für die Social Media-Aktivitäten werbungtreibender Unternehmen? Mit dem Layout ändert sich die Darstellung der Facebook-Ads in der Timeline-Ansicht. Sie sind nun schmaler und bleiben statisch verankert, d. h. sie wandern nicht mehr aus dem Bild, wenn der Nutzer nach unten scrollt. Das dürfte die Klickraten deutlich verbessern. Allerdings werden die bezüglich der Interaktion stärker auf Relevanz betonten Filtermechanismen dazu führen, dass die Nutzer mehr Inhalte von Freunden und Absendern sehen, mit denen sie häufig interagieren. Das bedeutet gleichzeitig eine Verringerung des für sie unwichtigen Contents und für Marken wird es daher schwieriger werden, ihre bestehenden Fans zu erreichen.

 

Unternehmen, die es vermögen, einen echten Dialog aufzubauen und Fans nachhaltig zu interessieren, bleiben im Timeline-Newsfeed sichtbar. Marken, die über diese Social Media-Kompetenz nicht verfügen, werden vermutlich deutlich an Nettoreichweite verlieren und merken, dass die reine Fan-Zahl an sich – die bisherige „harte Währung“ in den Sozialen Medien – als Bruttoreichweite keinen Wert besitzen wird. Laut Facebook wird Timeline sukzessive „innerhalb der nächsten Monate“ online geschaltet.

TV-Check: "Bauer sucht Frau" nicht zu stoppen

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Am 17.10. war es endlich wieder soweit: Die rustikale RTL Erfolgs-Doku-Soap „Bauer sucht Frau“ ging in die 7. Runde. Inka Bause stellte die neuen Bauern vor und zum ersten Mal hieß es nicht nur Bauer sucht Frau, sondern auch Bauer sucht Mann und das wollte sich offensichtlich ganz Deutschland nicht entgehen lassen. Im Durchschnitt verfolgten an diesem Abend 7,98 Mio. Zuschauer die Auftaktsendung, in der die Bauern ihre(n) Auserwählte(n) zum Scheunenfest einluden.

Dies machte einen neuen Rekord-Marktanteil von 25,7% für die Sendung aus.
Selbst Herr Jauch konnte an diesem Montagabend nur einen zweiten Platz für sich verbuchen und auch die Senderkonkurrenten mussten sich den Bauern geschlagen geben. Im ZDF startete der viel versprechende Sechsteiler „Borgia“ mit 6,21 Mio. Zuschauern und einem Marktanteil von 18,7% jedoch ebenfalls mehr als passabel. Abzuwarten bleibt, wie und ob sich Inka Bause mit ihren liebestollen Single-Bauern noch weiter steigern kann, denn das Format bekommt ab dem 6. November Konkurrenz und zwar von Sat.1: Der Sender startet mit Britt Hagedorn die Liebes-Doku „Schwer Verliebt“. Hierbei versuchen Mollige das Glück für ihr Leben zu finden. Der Sendeplatz ist jedoch für Sonntag um 19 Uhr geplant, womit wohl eher die zweite RTL-Kuppelshow „Schwiegertochter gesucht“ in direkter Konkurrenz zum Sat.1-Format stehen wird. Dieses Format konnte zuletzt 3,87 Mio. Zuschauer (Marktanteil: 16,7%) für sich gewinnen.
Und der Verkuppel-Marathon bricht nicht ab: RTL plant für das kommende Jahr eine weitere Show, in der Singles ihre große Liebe finden sollen. „Großstadtliebe“ wird die Liebes-Doku heißen und moderiert wird diese von Miriam Pielhau. Somit bleibt abzuwarten, welche Sendung und nicht zuletzt welcher Single die Herzen der Zuschauer höher schlagen lässt.

JOM eFood-Studie: Wichtige Trends im Überblick

Rewe startet den Internet-basierten Lebensmittel-Lieferdienst, Tengelmann investiert in seinen langjährigen Lebensmittel-Online-Shop mit einem umfassenden Relaunch und Nestlé startete jüngst die Social Commerce-Plattform „Marktplatz“. Es ist derzeit viel Bewegung im eFood-Markt, von dem jeder ein gutes Stückchen abhaben möchte. Während in den USA und UK Online-Lebensmittelshops schon weit verbreitet sind und Milliardenumsätze erwirtschaftet werden, befindet sich der Food-eCommerce in Europa tendenziell noch in der Startphase.

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Das Potenzial ist von vielen Lebensmittelherstellern und -händlern auch hierzulande erkannt, doch wie kann den Herausforderungen im Food-Online-Geschäft erfolgreich begegnet werden?

Im Rahmen der Studie „eFood-Markt 2012“ hat die JOM Jäschke Operational Media die Entwicklung dieses zukunftsträchtigen FMCG-Segments untersucht und dabei relevante Player, Trends und Marktentwicklungen identifiziert. Die wichtigsten Merkmale für einen erfolgreichen Handel von Lebensmitteln im Netz, die Wandlungsfähigkeit der „alteingesessenen“ LEH-Käuferzielgruppe sowie das Vertriebspotenzial von Marken und Produkten im Internet sind von den Online-Experten der JOM analysiert worden. Neben einem detaillierten Überblick über den derzeitigen Status des Online-Marketings im LEH und der daraus resultierenden Implikationen im Social Web wurden insbesondere mögliche Ansatzpunkte und Handlungsempfehlungen für die Big Player im Markt schnelldrehender Konsumgüter herausgearbeitet.

Kontakt Bestellung Management Summary JOM eFood-Studie: Volker.Neumann@jomhh.de


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